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 On Set With French Cinema
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White Material
Berlin / DFFB (+)
Claire Denis


Freitag, den 25. November

14 Uhr : Vorführung von "White Material" Mit anschliedender Diskussion in Anwesenheit der Regisseurin Claire Denis




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Claire Denis
Biographie

Claire DenisClaire Denis verbrachte ihre Kindheit in Afrika und kehrte dann nach Frankreich zurück. Als sie noch sehr jung war, heiratete sie einen Photographen,  und absolvierte auf seine Anregung hin ein Filmstudium am Institut des hautes études cinématographiques (IDHEC) und machte dort 1972 nach mehreren Science-Fiction-Kurzfilmen ihren Abschluss.

Claire Denis arbeitete als Regieassistentin u.a. mit  Jacques Rivette, dem sie später einen Dokumentarfilm widmete, Jacques Rouffio, Jim Jarmusch und Wim Wenders. Die kargen Landschaften der Dreharbeiten von Paris, Texas inspirierten sie zu ihrem mehr oder weniger autobiografischen Spielfilmdebüt Chocolat, das vor dem Hintergrund von Rassenspannungen im kolonialen Afrika der 50er Jahre spielt. Das Werk wurde beim Filmfestival von Cannes gezeigt, für die französischen Césars nominiert und von der amerikanischen Kritik gefeiert. Mit Scheiβ auf den Tod tauchte sie in die Welt der Hahnenkämpfe in den Pariser Vorstädten ein, und Ich kann nicht schlafen (1994) suggerierte das Abdriften des Serienmörders Thierry Paulin. So schuf die Filmemacherin eine ganz eigene, herbe, der Nacht verbundene Welt.

Die Regisseurin blieb ihren Darstellern Alex Descas, Béatrice Dalle, Vincent Gallo und Grégoire Colin treu und wurde 1996 für die Wirrungen eines Pizzabäckers und seiner ausgerissenen Schwester in Marseille,  Nénette et Boni, mit dem Silbernen Löwen in Venedig ausgezeichnet. Den Cahiers du Cinéma erklärte sie, dass sie sich mit Filmen identifizieren könne, die sich auf plastische Erzählung verlassen. Ihre folgenden Werke waren eigenwillig und zeichneten sich durch das Augenmerk auf die Körper und eine klare Absage an plakative Dialoge aus: Trouble Every Day, sinnlich und ungezähmt, versetzte Cannes im Jahr 2000 in Aufruhr, und die minimalistische Liebesgeschichte Vendredi soir verhalf Valérie Lemercier neben Vincent Lindon zu ihrer ersten dramatischen Rolle.

Die beiden darauf folgenden Filme begaben sich für Arte auf die Reise: Der Fremdenlegionär (Beau travail) zog mit der Legion nach Dschibuti, und der von dem Text des Philosophen Jean-Luc Nancy inspirierte Film Der Feind in meinem Herzen (L’Intrus) zeigte Irrfahrten zwischen Norden und Süden. In Anschluss an eine Dokumentation über die Choreografin Mathilde Monnier und eine Ausstellung über die afrikanische Diaspora widmete Claire Denis sich zwei sehr unterschiedlichen Langfilmen: die innige Vater-Tochter-Beziehung 35 Rum erregte bei den Filmfestspielen in Venedig 2008 groβes Aufsehen, und dann drehte sie im Kamerun ihrer Kindheit White Material, in dem Isabelle Huppert und Christophe Lambert zum ersten Mal als Paar auf der Leinwand erschienen.



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Die DFFB

Die DFFB fokussiert sich in der Ausbildung auf die grundlegenden Bereiche des Filmemachens: Drehbuch, Regie, Kamera und Produktion. 34 Studenten werden jedes Jahr insgesamt aufgenommen. Die DFFB legt besonderen Wert darauf, dass die Studenten während des Studiums im jeweiligen Fachbereich eine eigene Handschrift entwickeln, die wichtig ist, um später auf dem Film- und Fernsehmarkt zu bestehen.

Dabei schafft die DFFB mit einem relativen kleinen Budget in der Ausbildung der Studenten die Balance zwischen der Vermittlung der künstlerischen Dimensionen des Filmemachens und einem Verständnis für die ökonomischen und produktionstechnischen Bedingungen, die der Markt vorschreibt.

Die technische Ausstattung der DFFB spielt bei der Ausbildung eine große Rolle, insbesondere die Möglichkeiten der Postproduktion. Die DFFB hat gerade die gesamte Produktion und Postproduktion servergestützt auf digitale Technologien aufgerüstet, inklusive eines digitalen 2K Kinos. Diese moderne digitale Postproduktionsstrecke bildet alle Herausforderungen der modernen Postproduktion ab, so dass die Studenten während ihres Studiums unmittelbar mit den aktuellen Gegebenheiten der Produktion und Postproduktion konfrontiert werden.

Gegründet wurde die DFFB 1966 und ist somit eine der angesehensten und ältesten Filmhochschulen in Deutschland. Zu den Alumni gehören unter anderem Wolfgang Petersen, Helke Sander, Wolfgang Becker, Christian Petzold, Detlev Buck, Thomas Arslan, Chris Kraus.
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